ISBN:9783863940751

Das Schloss an der Nebel

Autor: Brigitte Birnbaum

Wydawnictwo: EDITION digital

Baugeschichten, Schlossgeschichten sind immer Menschengeschichten, denn jede Zeit hat ihre Schicksale und im Güstrower Schloss wohnte nicht nur die hochgeborenen Fürsten zu Wenden, die Grafen zu Schwerin, der Lande Rostock und Stargard Herren. Oder General Wallenstein. Auch Kinder, nicht nur adlige, lebten dort, wie das Wendenmädchen Ilsabe, "kleine Küchenschabe" genannt, und der Fuerböter Jochim oder Bastian und Maria, die Kinder der eingefangenen Landstreicher. In kleinen, spannenden Erzählungen wird die mit dem Leben dieser Kinder verbundene Schlossgeschichte nahegebracht. LESEPROBE: „Seid ihr gehorsam, dürft ihr am Sonntag eure Eltern sehen. Wenn nicht", er beugt sich zu Maria hinab, „Widerspenstige landen nach einer Tracht Prügel im Turm. Ohne Brot. Bei Wasser. Habt ihr mich verstanden?" Vor Schreck kneift Maria die Augen zu. Sie will diesen grässlichen Soldaten nicht sehen und diese Kammer nicht, in die er sie stößt. Geräuschvoll zieht Bastian erneut die Nase hoch. Am liebsten würde er dem Kerl vor die Füße spucken. Es würde sich lohnen. Aber bessern würde es für ihn nichts. „Habt ihr mich verstanden?" Bastian sieht den Frager an. „Warum dürfen wir nicht bei Vadding und Mudding schlafen? Zu Hause schliefen wir immer alle in einem Bett." „Das könnte euch passen! Hier herrscht Ordnung!" Und von der Frau in schwarzen Witwenkleidern verlangt er, ständig ein Auge auf dem Bengel zu haben. „Er hat so was Aufrührerisches im Blick." Die Wärterin verspricht, auf den Neuen besonders aufzupassen. Beim Schein einer Laterne weist sie Bastian einen Platz neben den schon im Stroh auf den Dielen liegenden Jungen an und Maria eine freie Stelle nahe der Tür. Jedem teilt sie eine Decke zu und fordert Ruhe. Auch Flüstern ist bei Strafe verboten. Lautlos weint Maria. Wo mögen Vadding und Mudding sein? Warum muss sie hier liegen und der Bruder auf der anderen Seite? Maria friert. Die Decke ist dünn und feucht, und von der Tür her zieht es. Zu allem Unglück bemerkt sie, dass einer ihrer unteren Zähne wackelt. Am liebsten möchte sie sterben. Bastian hebt den Kopf. Ein paar Zentimeter nur. Aber er hebt ihn. Um nach der kleinen Schwester zu sehen. Er fühlt, sie weint. Wenn die Wärterin auf ihrem Wachposten schläft, wird er zu Maria kriechen, sie trösten und wärmen. Bastian ist vor der Wärterin eingeschlafen. Barsch weckt sie am anderen Morgen die Kinder, noch bevor es richtig hell ist.
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